AW Haustechnik-Atlas

Fachbegriffe
ohne Fachnebel.

48 Begriffe aus Wärme, Wasser und Raumklima – knapp erklärt und in den technischen Zusammenhang eingeordnet.

A

AbtauungWärmepumpe
Betriebsphase einer Luft-Wärmepumpe, in der Reif am Verdampfer gelöst wird. Dabei entsteht Abtauwasser, das sicher abgeführt werden muss.
AnlagenkennlinieHydraulik
Zusammenhang zwischen Volumenstrom und Druckverlust eines Rohrnetzes. Ihr Schnittpunkt mit der Pumpenkennlinie bestimmt den Betriebspunkt.
Abdichtung im VerbundBad
Abdichtungssystem direkt unter Fliesen oder Platten, einschließlich Bändern, Manschetten und Anschlüssen.

B

BivalenzpunktWärmepumpe
Außentemperatur, ab der ein zweiter Wärmeerzeuger oder Heizstab nach dem gewählten Konzept unterstützt.
Bodengleiche DuscheBad
Duschbereich ohne oder mit sehr niedriger Schwelle. Rohbauhöhe, Gefälle, Ablauf und Abdichtung entscheiden über die Umsetzbarkeit.

C

COPWärmepumpe
Verhältnis von Wärmeabgabe zu Stromaufnahme an einem definierten Betriebspunkt. Der COP ist kein Jahresverbrauch.

D

DruckverlustHydraulik
Widerstand, den Rohr, Ventile und Bauteile dem Volumenstrom entgegensetzen. Die Pumpe muss ihn am Auslegungspunkt überwinden.

E

EinrohrheizungHeizung
Heizsystem, bei dem mehrere Heizkörper nacheinander in einen gemeinsamen Ring eingebunden sind. Umbau und Abgleich verlangen besondere Sorgfalt.
ExpansionsventilWärmepumpe
Bauteil im Kältekreis, das Druck und Temperatur des Kältemittels vor dem Verdampfer absenkt.

F

FlächenheizungHeizung
Heizfläche in Boden, Wand oder Decke. Große Flächen ermöglichen häufig niedrige Systemtemperaturen.
FallstrangSanitär
Senkrechte Abwasserleitung im Gebäude. Lage und Dimension begrenzen mögliche Wege für neue Sanitärobjekte.

H

HeizgrenzeHeizung
Außentemperatur, oberhalb der die Raumheizung nach Regelstrategie abgeschaltet bleibt.
HeizkurveHeizung
Regelzusammenhang zwischen Außentemperatur und benötigter Vorlauftemperatur. Neigung und Niveau werden an das Gebäude angepasst.
HeizlastPlanung
Erforderliche Wärmeleistung am normierten Auslegungstag. Raumweise Werte bilden die Grundlage für Heizflächen und Volumenströme.
HeizstabWärmepumpe
Elektrischer Widerstandsheizer für Reserve, Spitzenlast oder Sonderfunktionen. Dauerhafter Einsatz ist energetisch auffällig.
Hydraulischer AbgleichHydraulik
Berechnung und Einstellung der erforderlichen Volumenströme für Räume und Heizkreise.

J

JahresarbeitszahlWärmepumpe
Über einen Zeitraum gemessenes Verhältnis von gelieferter Wärme zu eingesetztem Strom innerhalb einer definierten Systemgrenze.

K

KältemittelWärmepumpe
Arbeitsmedium des Kältekreises, das durch Verdampfen und Verflüssigen Wärme transportiert.
KondensationWärmepumpe
Übergang des Kältemittels vom gasförmigen in den flüssigen Zustand, bei dem nutzbare Wärme an das Heizwasser abgegeben wird.

L

LegionellenTrinkwasser
Bakterien, die sich unter ungünstigen Bedingungen in Wassersystemen vermehren können. Bewertung und Maßnahmen gehören in fachliche Hände.

M

ModulationHeizung
Fähigkeit eines Wärmeerzeugers, seine Leistung dem aktuellen Bedarf anzupassen. Eine niedrige Mindestleistung kann Takten reduzieren.

N

NachtabsenkungHeizung
Zeitweise Absenkung der Sollwerte. In trägen oder gut gedämmten Gebäuden ist ihr Nutzen begrenzt und anlagenabhängig.
Norm-AußentemperaturPlanung
Regionaler Temperaturwert für die Heizlastauslegung. Er ist kein historisches Rekordminimum.

P

PufferspeicherHydraulik
Wasserspeicher zur Erhöhung des Anlagenvolumens oder hydraulischen Entkopplung. Aufgabe und Einbindung bestimmen Nutzen und Verluste.

R

RücklauftemperaturHeizung
Temperatur des Heizwassers nach der Wärmeabgabe. Sie beeinflusst Brennwertnutzung und Wärmepumpenbetrieb.
RückstauebeneSanitär
Höhenlage, bis zu der Abwasser bei Rückstau im Kanal ansteigen kann. Entwässerungsstellen darunter benötigen Schutz.
RutschhemmungBad
Eigenschaft einer Oberfläche, die das Ausrutschen reduziert. Auswahl und Bewertung richten sich nach Nutzung und Bereich.

S

SCOPWärmepumpe
Normierter Saisonwert aus mehreren Betriebspunkten und Gewichtungen. Er dient dem Produktvergleich, ist aber keine Messung im Gebäude.
SoleWärmepumpe
Wärmeträgerflüssigkeit im Quellenkreis einer Erdreich-Wärmepumpe, meist mit Frostschutzanteil.
SpreizungHydraulik
Temperaturdifferenz zwischen Vorlauf und Rücklauf. Zusammen mit Leistung und Wärmekapazität bestimmt sie den Volumenstrom.

T

TaktenHeizung
Häufiges Ein- und Ausschalten eines Wärmeerzeugers, weil aktuelle Last, Mindestleistung und Anlagenvolumen nicht zusammenpassen.
TaupunktRaumklima
Temperatur, bei der Luftfeuchte kondensiert. Oberflächentemperatur und Feuchte bestimmen das lokale Risiko.
Thermischer AbgleichHeizung
Nachjustierung der Heizkurve und Raumversorgung anhand des realen Betriebs nach dem rechnerischen hydraulischen Abgleich.
TotleitungTrinkwasser
Nicht mehr durchströmter Leitungsabschnitt. Er kann hygienische Risiken verursachen und wird fachgerecht entfernt oder getrennt.

U

U-WertPlanung
Wärmedurchgangskoeffizient eines Bauteils. Je kleiner der Wert, desto geringer der Wärmeverlust pro Fläche und Temperaturdifferenz.

V

VerdampferWärmepumpe
Wärmetauscher, in dem das Kältemittel Umweltwärme aufnimmt und verdampft.
VerdichterWärmepumpe
Elektrisch angetriebenes Kernbauteil, das Druck und Temperatur des Kältemitteldampfs anhebt.
VerflüssigerWärmepumpe
Wärmetauscher, in dem das Kältemittel Wärme an das Heizwasser abgibt und flüssig wird.
VolumenstromHydraulik
Wassermenge, die pro Zeit durch einen Heizkreis fließt. Sie muss zur Leistung und Spreizung passen.
VorlauftemperaturHeizung
Temperatur des Heizwassers auf dem Weg zu Heizflächen. Niedrige Werte begünstigen Wärmepumpen und Brennwertnutzung.

W

Warmwasser-ZirkulationTrinkwasser
Rückführung von Warmwasser zum Speicher, damit entfernte Zapfstellen schneller versorgt werden. Sie verursacht zugleich Wärmeverluste.
WärmebrückePlanung
Bereich mit erhöhtem Wärmefluss gegenüber angrenzenden Bauteilen. Er kann Heizlast und Oberflächentemperatur lokal beeinflussen.
WärmemengenzählerMessung
Messgerät, das aus Volumenstrom und Temperaturdifferenz die übertragene Wärmemenge ermittelt.
WärmequelleWärmepumpe
Umweltmedium, dem die Wärmepumpe Energie entzieht, beispielsweise Außenluft, Erdreich oder Grundwasser.
WasserhärteTrinkwasser
Maß für gelöste Calcium- und Magnesiumverbindungen. Sie beeinflusst Kalkbildung und die Auslegung einer Enthärtung.
WasserbeanspruchungsklasseBad
Einordnung der zu erwartenden Wasserbelastung als Grundlage für Untergrund und Abdichtungssystem.

Z

ZirkulationsabgleichTrinkwasser
Einstellung der Rücklaufströme in Warmwasser-Zirkulationsnetzen, damit alle Stränge passend durchflossen werden.

Ü

ÜberströmungLüftung
Geplanter Luftweg zwischen Räumen, beispielsweise über Türspalt oder Überströmelement, damit Abluft nachströmen kann.

Projektstart

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